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| Roadtrip durch Neuseeland |
Montag, 21. Juli 2008
Ein halbes Jahr später...
Hey,
ein letzer Eintrag fürs erste.
Vorletzte Woche hab ich Julia, die mich knapp 3 Wochen besucht hatte in Christchurch beim Flughafen verabschiedet. Es gab unerwartet mit dem Gepäck Probleme. Ihre Airline war bei Übergewicht ziemlich kleinlich und wollte pro Extrakilo 115 Dollar haben. Jeder zweite wurde zurück geschickt und überall sah man saure Leute Sachen aus ihren Koffern in den Mülleimer schmeißen, sich anziehen oder mit der Post verschicken, damit die gewünschten 20 Kilo eingehalten wurden. Einer in der Schlange hatte 27 anstatt 20 Kilo und sollte über 900 Dollar für die 7 kg zahlen.
Bin dann erstmal zum Qantas Schalter und hab gefragt ob die auch so kleinlich sind da ich ja schon auf dem Hinflug an die 23 Kilo hatte und durch vor Ort gekaufte Klammotten, Mitbringsel und Uniunterlagen noch mal ein paar Kilo drauf kommen dürften. Zum Glück nimmt es Qantas nicht so genau und meinte 20 wären Maximum aber bis 25 würden sie meistens nichts sagen.
Da wir das Auto abgegeben hatten und ich somit nicht mehr mobil war, ging es für mich zurück nach Kaikoura wo ich ne knappe Woche in einem Traum von Backpacker gewohnt habe. War ziemlich ungewohnt ne Woche an einem Ort zu bleiben aber hat super viel Spass gemacht. Hab dort mit 10 anderen jeden Tag so eineinhalb Stunden gearbeitet und durfte dafür dort umsonst wohnen, Pool, Spa, Sauna und Fahrräder benutzen und hatte frei Frühstück. Echt Wahnsinn. Hab dort wieder Leute aus aller Welt kennen gelernt und mir mit Ihnen Kaikoura angesehen. Waren mal bei ner Seerobbenkolonie mal auf ner Halbinsel oder haben uns ein Weingut angesehen und eine Weinprobe gemacht. Am letzen Tag bin ich mit 2 anderen nochmal sportlich aktiv gewesen und haben nen 1800 Meter hohen Berg bestiegen. Anstrengend aber der Ausblick war nach 5 Stunden Anstieg total schön.
Letzen Donnerstag bin ich dann nach Christchurch um nach Deutschland zu fliegen.
War ziemlich gespannt ob ich mein Gepäck mitbekommen würde, da mir der Koffer ziemlich schwer vorkam und mein Handgepäck ein riesiger Rucksack war der bei weitem das Maximalmaß übertraf.
Mit dem Handgepäck hatte ich Glück aber da mein Koffer 27 Kilo wog musste ich 2 Kilo wegschmeißen, was aber nicht so schlimm war. War eher froh das ich 5 Kilo mehr mitnehmen durfte als normal erlaubt und mein riesen Rucksack als Handgepäck akzeptiert wurde;-) Außerdem hab ich sämtliche Pauamuscheln mit raus schmuggeln können, was laut Lonely Planet strikt verboten ist.
Nach 3 Stunden Flug bin ich in Sydney angekommen wo ich da der Flieger eh zum Landen runter geht nen Stop-Over für 24 Stunden eingelegt habe.
Dort angekommen bin ich zur Ticket Station um mich nach ne 24 Stunden Ticket zu erkundigen. Als Antwort bekam ich das ich mit den ungünstigen Tag im ganzen Jahr ausgesucht hätte. Was ich nicht wusste war, dass der Papst die gleiche Idee wie ich hatte und am gleichen Tag in Sydney zum Weltjugendtag gelandet ist.
Davon hatte ich in Neuseeland überhaupt nichts mitbekommen. Es waren ne halbe Millionen zusätzliche Touristen da, überall war Polizei, Menschenmassen, Hubschrauber, Busse fuhren nicht und manche Gebiete waren komplett abgesperrt.
Zum Glück konnte ich aber fast alles was ich sehen wollte auch ansehen und so bin ich nachdem ich endlich ein freies Zimmer gefunden hatte die nächsten 24 Stunden zur Harbour Bridge zur Opera, nach China Town, nach the Rock, dass Gründerzentrum Sydney’s und in den Botanic Garden. War soweit alles zugänglich außer, dass das öffentliche Verkehrsnetz bedingt durch die Menschenmassen völlig zusammengebrochen war;-)
Frechheit, dass der Papst meint genau am gleichen Tag wie ich anzureisen zu müssen;-)
Am nächsten Tag ging es dann mit einem Stop in Singapur 22 Stunden zurück nach Frankfurt.
Die Zeit ging total schnell rum. Irgendwas war immer, entweder schlief man, sah ne DVD oder es gab mal wieder Essen wovon es wirklich reichlich gab…
Angekommen in Deutschland wurde ich von meiner Family begrüsst. Cool alle nach so langer Zeit wieder zusehen. Auf der anderen Seite vermisst man auch alle aus nem halben Jahr Neuseeland.
Zurück in Deutschland zu sein, war komisch. Es war Sommer, die Autos fuhren auf der rechten Seite und alle waren hektisch und unentspannt;-)
Nen Taxifahrer der mich in Neuseeland zum Flughafen gefahren hatte und vor 13 Jahren aus Deutschland ausgewandert ist meinte noch, das er zurück in Deutschland nach 2 Minuten nen Herzinfarkt kriegen würde;-).
Hab immer noch Problem mit der Zeitumstellung aber ist auch schön wieder hier zu sein.
Hatte ne tolle Zeit da unten, leider ging die Zeit aber so schnell vorbei.
Es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich da war.
Jetzt kommt für mich das Praxissemester, welches bestimmt auch toll wird bevor es Anfang 2009 zurück nach Bremen geht.
Ich habe übrigens etliche neue Bilder ins Photoalbum zugefügt.
Hoffe der Blog war unterhaltsam für euch.
Vielen Dank für die vielen Emails, Einträge und Skypeanrufe.
Beste Grüße und bis bald
Marcus
Freitag, 11. Juli 2008
Update...
Hi,
nun ist auch meine Zeit nach dem Studium in Neuseeland so gut wie vorbei. Wir sind einmal komplett um die Südinsel gereist und haben dabei 4000 km zurück gelegt. Da Neuseeland ja in der südlichen Hemisphäre liegt, wird es je weiter man in den Süden fährt kälter und im Norden immer wärmer. Dadurch, dass wir uns von Dunedin aus zuerst den Süden angesehen haben und dann die Westküste hochgefahren sind war es also nie wirklich kalt und die Sonne ist uns irgendwie immer gefolgt.
Wir haben spektakuläre Naturschauspiele wie Fjorde, Gletscher, Nationalparks aber auch Pinguine, Seelöwen, Robben und Delphine gesehen.
Meistens waren wir jeden Tag in einem anderen Ort und Backpacker übernachtet und hatten einige schöne dabei wo es zum Beispiel Kamine, Gitarren, Hängematten, kostenloses Frühstück, Whirlpools und ähnliches gab. Teilweise lernt man echt interessante und lustige Leute aus allen Teilen der Welt kennen. Angefangen von Leuten die komplett nach Neuseeland auswandern wollen, bis Leuten die immer so viel Arbeiten das sie genug Geld zum Weiterreisen haben oder aber Kurzurlauber. Die Deutschen hat man auffälliger Weise meistens an ihrer Unfreundlichkeit oder schlechten Laune erkannt.
Relativ am Anfang ging es zum Milford Sound, einer der größten neuseeländische Attraktionen. Da der Weg dorthin durch bergige Gefilde geht, durfte man ihn nur passieren wenn man Schneeketten bei sich hatte und selbst dann muss man Glück haben, dass die Straße freigegeben ist.
Am Milford Sound sind nur eine Handvoll Backpacker uns sonst gar nichts, da es ein Naturschutzgebiet ist. Die Fjorde sind echt beeindrucken (ich hab im Photoalbum ein paar Bilder benannt).
Von der absoluten Ruhe ging es ins pulsierende Leben nach Queenstown. Dies ist das Sportparadies und Spielplatz Neuseelands wo man von Bungy Jumping, Skydiving über Jetboat bis zum Skifahren so ziemlich alles machen kann. Was wir nicht wussten war, dass dort gerade das Winterfestival stattfand und somit alle Backbacker komplett ausgebucht waren. Somit mussten wir eine Nacht im Hotel übernachten. Abends war ein großes Fest mit Feuerwerk, Musik und Essbuden in der Stadt. Queenstown erinnert irgendwie an so einen Nobelskiort in der Schweiz und ist sehr auf Touristen und Kommerz ausgelegt.
Zwischendurch haben wir natürlich auch die EM verfolgt und das Halbfinale und das Finale morgens um kurz nach 6 gesehen. Naja die Spanier haben ja lange auf nen Titel gewartet…
Von da aus ging es mit mehren Übernachtungen die Westküste rauf. In der Mitte haben wir Yamaha, einen Kumpel aus Dunedin, wieder getroffen uns sind mit ihm und Freunden von ihm 2 Tage zusammen rumgereist. Unteranderem haben wir uns zwei Gletscher und die Pancakerocks (sehen wir aufeinander geschichtete Pfannekuchen aus) sowie den Arthurs Pass angesehen. Der Arthurs Pass liegt zwischen Christchurch und Greymouth und verbindet somit Ost- und Westküste. Hier fährt auch der Tranz Alpine, einer der bekanntesten Zugstrecken der Welt her.
Von da aus ging es die nächsten Tage dann mit verschiedenen Zwischenstationen weiter in den Norden in den Abel Tasman National Park und der Golden Bay wo Captain Cook Neuseeland wieder verlassen hat. Dort haben wir neben tollen Stränden auch Robben gesehen, die in einem Fluss rumspielten und so zutraulich waren, dass man sie hätte anfassen können.
Als nächstes ging es dann in die Marlborough Sounds. Hier gab es neben schönen Fjorde jede Menge Wein zusehen, das dies das Hauptanbaugebiet für neuseeländischen Wein ist. An der Westküste angekommen ging es dann über Kaikoura nach Chrichstchurch. In Kaikoura haben wir 2 Nächte übernachtet um Wale zu sehen. Leider sind genau in diesen zwei Tagen die Boote nicht rausgefahren weil der Pazifik zu stürmisch war. In Christchurch war dann eher wieder Großstadt angesagt und wir haben uns 2 Tage lang die Stadt angesehen und auch das Auto nach 4000 km wieder abgegeben. Das links fahren hatte ich mir schwerer vorgestellt. Man hat das eigentlich nach 1-2 Tagen verinnerlicht. Nur zweispurige Kreisverkehre sind die ersten Tage ein wenig ungewohnt. Die Stadt Christchurch ist die größte der Südinsel, erinnert durch ihren Baustil sehr an England und ist mit sehr viel Kleinkunst sehr sehenswert.
Vorgestern ist Julia dann wieder nach Deutschland geflogen (Schöne Grüße auf diesem Weg).
Mich hat‘s nochmal nach Kaikoura verschlagen. Hier werde ich die letzte Woche in der Dusky Lodge wohnen. Ein traumhaftes Backpacker mit Karmin, gemütlichen Räumen, Sauna und sogar einen beheizten Pool uns Spa draußen und trotzdem hat er den Flair eines Backpackers mit großer Küche wo jeder sein Essen kochen kann etc. Echt Wahnsinn, so einen Backpacker habe ich noch nie gesehen. Das Beste ist, dass ich hier mit 10 anderen jeden Tag von 9-11 Uhr 2 Stunden arbeite und dafür die Übernachtung und Frühstück umsonst bekomme:-)
Wenn die See nochmal ruhiger wird werd ich noch Delphine oder Wale ansehen. Das Wetter an sich ist zurzeit perfekt aber die See scheint hier draußen auf dem Meer ziemlich rau zu sein.
Nach den 2 Stunden arbeiten morgens hängen wir hier mit den anderen, die aus Israel, Irland und Amerika kommen herum und sehen uns die Gegend per Auto oder mit Fahrrädern an, die man auch umsonst vom Backpacker bekommt. Dieses Backbacker ist echt nicht normal, entweder die machen das Geld über die Masse oder die haben ausgesorgt und betreiben es aus reiner Freude…
Nächste Woche Donnerstag geht es dann für mich über Sydney und Singapur 18.000 km nach Deutschland zurück. In Sydney hab ich genau 24 Std. Aufenthalt. Nicht gerade viel aber für die Hauptattraktionen wird’s reichen.
Freue mich schon euch alle wieder zu sehen.
Melde mich nach meiner letzten Woche hier und meinen Zwischenstopp bei den Aussies, welche übrigens eine lustige Rivalität mit Neuseeland pflegen, nochmal.
Beste Grüße
Samstag, 5. Juli 2008
Freitag, 27. Juni 2008
Roadtrip
Kia Ora,
seit letzer Woche Mittwoch habe ich alle Abschlussprüfungen hinter mich gebracht;-) Abends war dann nochmal eine große Party da es allgemein der letzt mögliche Klausurtag war und somit alle mit der Uni fertig waren. Nach ein paar lustigen Kartenspielen ging es auf diverse Partys. Ich war gegen 5 Uhr morgens wieder zuhause und 2 Stunden später ging mein Bus nach Christchurch los. Mir ging es glaub ich noch nie so schlecht während einer Busfahrt. Nach 6 Stunden kam ich in Christchurch an wo ich meine Cousine vom Flughafen abgeholt hab, die mich zurzeit besucht. Da sie vom langen Flug erschöpft war haben wir uns für eine Nacht ein Zimmer in Christchurch genommen. Am nächsten Tag bin ich dann nochmal zum Flughafen um mich von Saima zu verabschieden. Sie ist zurück in ihre Heimat nach Las Vegas geflogen. Ziemlich blödes Gefühl wenn man nach so langer Zeit Abschied nehmen muss.
Mit dem für 3 Wochen gemieteten Wagen ging es dann zurück nach Dunedin. Am Anfang war es ziemlich ungewohnt auf der linken Seite zu fahren aber nach einer Weile ging es und ich hatte ja auch sofort 400 Kilometer von Christchurch nach Dunedin zum eingewöhnen.
Zurück in Dunedin lag eine komische Stimmung über die Uni Flats. Die meisten waren am packen oder gerade auf dem Wen zum Flughafen. Irgendwie war alles anders als sonst und keiner hat groß gesprochen.
Die nächsten Tage habe ich meiner Cousine Dunedin gezeigt. Yamaha ein Student aus Japan der schon seit fast 4 Jahren hier ist, hat uns zu ein paar coolen Stellen der hiesigen Halbinsel geführt wo wir Albatrosse, Pinguine, Robben und Seehunde gesehen haben. Seit Dienstag befinden wir uns auf unserem 3-wöchigen Roadtrip. Er führte uns zunächst in den Süden, von da aus die komplette Westküste hoch und schließlich zurück nach Christchurch. Bis jetzt war es traumhaft. Wir haben unteranderem die Moeraki Boulders (fast kreisrunde riesige Steine am Strand), Reste eines versteinerten Waldes und den Milford Sound gesehen. Der Milford Sound liegt mitten im Fjordlandgebiet und die Straße dorthin ist nur bei guter Wetterlage geöffnet. Es kann also sein, dass man erste gar nicht hinkommt oder aber seinen Aufenthalt dort unfreiwillig verlängern muss wenn die Wetterbedingungen es nicht zulassen zurückzufahren. Die Straße darf auch nur befahren werden wenn man Schneeketten für den Notfall im Auto mit nimmt. Wir hatten jedoch Glück und es war mit dass Beste was ich bisher hier gesehen hab. Es kommt einen fast so vor als wenn Peter Jackson dort ausschließlich Herr der Ringe gedreht hat. Heute sind wir nach Queenstown gefahren. Queenstown ist ein Paradies für Sportverrückte. Man kann von Bungee Jumping bis Sky Diving so ziemlich alles machen. Queenstown ist auch die Heimat von A J Harkett, ein Sportverrückter der das Bungee Jumping von hier aus weltberühmt gemacht hat. Unteranderem hat er es 1987 geschafft, das komplette Sicherheitssystem des Eifelturms in Paris zu umgehen um dann von ihm runterzuspringen. Das Video dazu wird neben anderen auch an seinen Orten hier gezeigt wo man im Vergleich zu Deutschland relativ günstig springen kann. Sieht ziemlich witzig aus weil die Polizei ihm noch während er unten am Seil hängt die Handschellen anlegt;-) Seit gestern ist hier für eine Woche ein Winterfestival und abends war ein tolles Feuerwerk zur Eröffnung weswegen alle Geschäfte noch spät abends auf hatten. Durch das Winterfestival sind hier alle Backpacker ausgebucht (un es gibt hier einige) und so mussten wir für eine Nacht ausnahmsweise in einem Hotel einchecken. Queenstown ist auch komplett auf Touristen und Sportaktivitäten ausgelegt. Sieht so ähnlich wie ein nobler Ski-ort in der Schweiz aus. Die nächsten Tage werden wir dann die Westküste erreichen wo wir Yamaha treffen werden der auch gerade in der Gegend ist. Bin mal gespannt was uns an der Westküste erwartet. Sie soll das beste der Südinsel sein.
Das war es erst mal wieder.
Hab ein paar neue Bilder online gestellt.
Bis bald
Montag, 2. Juni 2008
Endspurt
Hi,
hab alle Essays, Assignments und Vorlesungen abgehakt. Nun stehen noch drei Klausurtermine an. Die erste ist schon nächsten Samstag also nicht mehr viel Zeit zum lernen.
Die letzte ist dann am 18. Juni, was auch der letz mögliche Termin in der Klausurenphase ist. Nen Tag später beginnt dann meine vierwöchige Reise durch Neuseeland. Freue mich schon tierisch drauf denn bedingt durch die Uni blieb die letzten Wochen nicht viel Zeit um groß zu reisen. Meine Cousine kommt mich besuchen und wir haben für 3 Wochen ein Mietwagen mit dem wir die Insel unsicher machen werden. Zum Glück gibts in Neuseeland ein flächendeckendes Backpackernetz ;-)
Heute ist hier übrigens Nationalfeiertag. Am ersten Montag im Juni wird immer der Geburtstag von Queen Elizabeth gefeiert. Habs gemerkt als ich vor geschlossenen Türen beim Supermarkt stand. Cool ist das die Engländer (Gruß an meinen Bruder) heute nicht frei haben obwohl die Queen ja da lebt;-)
Als echte Fußballfans haben wir uns natürlich letztens das Champions League Finale zwischen Manu und Chelsea nicht entgehen lassen. Dank der Zeitverschiebung war das Spiel für uns leider um 06:45 morgens und eine Bar hatte extra aufgemacht weil hier, bedingt durch die Kolonialzeit, immer noch viele Engländer leben. Schon komisch morgens um halb 7 in eine Kneipe zu gehen aber sie war rappel voll. Überwiegend Manu Fans wovon die meisten ordentlich ihre Kehlen mit Bier durchgespült haben, besonders als nach 90 Minuten plus 30 Minuten Verlängerung und Elfmeterschießen Manu den Cup gewonnen hatte und sich seitdem beste Mannschaft Europas nennen darf.
Letzten Samstag war eine Farewell Party wozu alle internationalen Studenten eingeladen waren. Sind vorher mit ein paar Leuten noch in ne andere Kneipe wo wir uns das Finale der Rugby Super 14 League angesehen haben. Da spielen die besten Mannschaften aus Südafrika, Australien und Neuseeland den Cup aus. Im Finale standen ein neuseeländisches und ein australisches Team und die Kiwis haben souverän gewonnen. In der Kneipe gab’s 1 Liter Bierkelche für 3,50 Euro wovon wir dann auch einige gelehrt haben bevor es zu der Abschiedsparty in die Monkey Bar ging. Eine ziemlich originelle Bar/Disco da es eine umgebaute alte Kirche ist. War cool weil man ziemlich viele bekannte Gesichter gesehen hat auch wenn die Musik leider ausschließlich aus Techno und anderen elektronischen Musikrichtungen bestand wo ne gute alte Gitarre nenn Bass und nen Schlagzeug überhaupt nicht drin vorkamen. Naja einen Abend kann man sich das ja mal anhören aber dann reicht es auch.
Nächsten Samstag geht dann ja auch schon die EM los. Ziemlich cool weil aus nahezu allen teilnehmenden Ländern hier Studenten sind und jeder felsenfest davon überzeugt ist, dass seine Nation Europameister wird;-)
Haben Wetten für die einzelnen Spiele abgeschlossen. Freu mich schon auf den Gewinn;-)
Die Spiele sind jeweils um 4 Uhr oder 6:45 Uhr morgens und die Kneipen haben schon zugesichert, dass sie wieder aufmachen.
Hoffe mal, dass ich mich dann mit einem souveränen Gruppensieg hier verabschieden kann bevor die vierwöchige Reise durch Neuseeland startet. Freue mich schon Euch danach alle wieder zu sehen und natürlich auch auf den Sommer in Deutschland.
Neue Bilder gibts dann ab den 18. wenn die einmonatige Reise losgeht...
Bis bald
Sonntag, 27. April 2008
Das Dach Neuseelands
Hi,
nach langer Zeit mal wieder ein Eintrag…
War die letzten Wochen eher mit Hausarbeiten für die Uni beschäftig und hab nicht so viel unternommen. Die letzte Woche hatte wir allerdings eine Woche lang frei weil hier der ANZAC-Tag war und da ungefähr die Hälfte des Semesters rum ist, hat die Uni die beweglichen Feiertage so gelegt das wir ne Woche frei hatten. Der ANZAC-Day ist der Jahrestag des ersten Einsatzes von neuseeländischen und australischen Soldaten im 1. Weltkrieg. Freitag sind wir mit 8 Leuten vom Tramping-Club Richtung Norden zum Mount Cook gefahren um den Mueller Hut zu besteigen. Der Mueller Hut ist ein Berg der direkt neben dem höchsten Berg Neuseelands (3750 Meter) angesiedelt ist und 1800 Meter hoch ist. Nach fünf Autostunden sind wir Freitagabend gegen 20 Uhr angekommen und haben unsere Zelte am Fuß des Berges aufgebaut. Die Nacht war trotz Schlafsack und Isomatte eisig und wir haben nicht viel schlafen können. Am nächsten morgen ging es dann um 9 Uhr morgens los. Beim Frühstück vor dem Start fragte mich einer wo denn meine Kohlenhydrate wären. Ich wusste erst gar nicht was er meinte, hatte ganz normal Brot und Obst mitgenommen. Doch schon am Anfang wurde mir klar worauf er hinaus wollte. Gleich der Beginn am Fuß der Berges war wahnsinnig steil. Und es standen sechs Stunden Aufstieg an bevor wir die Spitze des Mueller Hut erreichen sollten. Die Ausblicke auf dem Weg dort hin waren einmalig. Der Weg war mir für meinen Geschmack allerdings ein wenig zu steil, aber ich wollte ja schließlich das Ziel erreichen und solange man nicht runter geguckt hat ging‘s…
Bis ich dann im letzten Drittel, nach ca. 4 Std. plötzlich nen Muskelkrampf im Oberschenkel bekam und das ausgerechnet am steilsten Stück des Anstieges wo man sich nicht mal eben kurz hinsetzten konnte. Der Krampf war leider ziemlich hartnäckig und so hatte ich die Wahl zwischen wieder absteigen oder das letzte Stück durchzuziehen was im Vergleich zum Rückweg „nur“ noch zwei Stunden waren. Nach sechs Stunden sind wir dann angekommen und der Ausblick war einfach traumhaft. Als ersten haben wir unsere Wasservorräte an der Hütte aufgefüllt wo man auch übernachten konnte, was aber zu teuer war. Wir begannen unsere Zelte aufzubauen da es bald dunkel werden würde und fingen an auf kleinen Gaskochern das Abendessen zuzubereiten. War sehr lustig da oben, die anderen haben mir von anderen Ausflügen mit dem Tramping Club erzählt und es gab neben dem Essen auch Wein, Bier und sogar schottischen Whiskey für den wir echtes Eis vom Berg aus Mangel an Eiswürfeln genutzt haben. Sehr cool;-) Sehr lustig war als plötzlich auf einem unserer Zelte ein Opossum saß was sich auf 1800 Meter Höhe verirrt hatte und das einzige Tier war das wir da oben gesehen haben.
Um 12 Uhr nachts sind wir dann alle, noch ziemlich fertig von den 6 Stunden Anstieg, in die Zelte zum schlafen gegangen, da wir schon um 6 Uhr Morgens wieder raus wollten um den Sonnenaufgang über Mount Cook anzusehen. Nachts sind wir dann andauernd von Lawinen wach geworden und am nächsten Tag konten wir sogar einige Lawinen live sehen. Die Nacht war ziemlich eisig da oben aber nicht so schlimm wie wir erwartet hatten. Wir sind zwar erst um 7 Uhr wach geworden aber hatten Glück, das sich die Sonne erst um kurz nach 7 über Mount Cook blicken lassen hat. Nach ausgiebigen Frühstück und bewundern des Sonnenaufganges haben wir uns dann auf den Abstieg gemacht der dann deutlich schneller ging. Waren nach 3 Stunden wieder am Ausgangspunkt und haben erstmal wieder den Gaskocher angeschmissen um was zu essen. Nach 5 stündiger Rückfahrt sind wie dann wieder in Dunedin angekommen und ich bin tot müde ins Bett gefallen. Dienstag gehts dann wieder in der Uni weiter. Der Endspurt bis zu den Klausuren...
Im Photoalbum findet ihr auch neue Bilder
Viele Grüße an alle


