Hi,
nun ist auch meine Zeit nach dem Studium in Neuseeland so gut wie vorbei. Wir sind einmal komplett um die Südinsel gereist und haben dabei 4000 km zurück gelegt. Da Neuseeland ja in der südlichen Hemisphäre liegt, wird es je weiter man in den Süden fährt kälter und im Norden immer wärmer. Dadurch, dass wir uns von Dunedin aus zuerst den Süden angesehen haben und dann die Westküste hochgefahren sind war es also nie wirklich kalt und die Sonne ist uns irgendwie immer gefolgt.
Wir haben spektakuläre Naturschauspiele wie Fjorde, Gletscher, Nationalparks aber auch Pinguine, Seelöwen, Robben und Delphine gesehen.
Meistens waren wir jeden Tag in einem anderen Ort und Backpacker übernachtet und hatten einige schöne dabei wo es zum Beispiel Kamine, Gitarren, Hängematten, kostenloses Frühstück, Whirlpools und ähnliches gab. Teilweise lernt man echt interessante und lustige Leute aus allen Teilen der Welt kennen. Angefangen von Leuten die komplett nach Neuseeland auswandern wollen, bis Leuten die immer so viel Arbeiten das sie genug Geld zum Weiterreisen haben oder aber Kurzurlauber. Die Deutschen hat man auffälliger Weise meistens an ihrer Unfreundlichkeit oder schlechten Laune erkannt.
Relativ am Anfang ging es zum Milford Sound, einer der größten neuseeländische Attraktionen. Da der Weg dorthin durch bergige Gefilde geht, durfte man ihn nur passieren wenn man Schneeketten bei sich hatte und selbst dann muss man Glück haben, dass die Straße freigegeben ist.
Am Milford Sound sind nur eine Handvoll Backpacker uns sonst gar nichts, da es ein Naturschutzgebiet ist. Die Fjorde sind echt beeindrucken (ich hab im Photoalbum ein paar Bilder benannt).
Von der absoluten Ruhe ging es ins pulsierende Leben nach Queenstown. Dies ist das Sportparadies und Spielplatz Neuseelands wo man von Bungy Jumping, Skydiving über Jetboat bis zum Skifahren so ziemlich alles machen kann. Was wir nicht wussten war, dass dort gerade das Winterfestival stattfand und somit alle Backbacker komplett ausgebucht waren. Somit mussten wir eine Nacht im Hotel übernachten. Abends war ein großes Fest mit Feuerwerk, Musik und Essbuden in der Stadt. Queenstown erinnert irgendwie an so einen Nobelskiort in der Schweiz und ist sehr auf Touristen und Kommerz ausgelegt.
Zwischendurch haben wir natürlich auch die EM verfolgt und das Halbfinale und das Finale morgens um kurz nach 6 gesehen. Naja die Spanier haben ja lange auf nen Titel gewartet…
Von da aus ging es mit mehren Übernachtungen die Westküste rauf. In der Mitte haben wir Yamaha, einen Kumpel aus Dunedin, wieder getroffen uns sind mit ihm und Freunden von ihm 2 Tage zusammen rumgereist. Unteranderem haben wir uns zwei Gletscher und die Pancakerocks (sehen wir aufeinander geschichtete Pfannekuchen aus) sowie den Arthurs Pass angesehen. Der Arthurs Pass liegt zwischen Christchurch und Greymouth und verbindet somit Ost- und Westküste. Hier fährt auch der Tranz Alpine, einer der bekanntesten Zugstrecken der Welt her.
Von da aus ging es die nächsten Tage dann mit verschiedenen Zwischenstationen weiter in den Norden in den Abel Tasman National Park und der Golden Bay wo Captain Cook Neuseeland wieder verlassen hat. Dort haben wir neben tollen Stränden auch Robben gesehen, die in einem Fluss rumspielten und so zutraulich waren, dass man sie hätte anfassen können.
Als nächstes ging es dann in die Marlborough Sounds. Hier gab es neben schönen Fjorde jede Menge Wein zusehen, das dies das Hauptanbaugebiet für neuseeländischen Wein ist. An der Westküste angekommen ging es dann über Kaikoura nach Chrichstchurch. In Kaikoura haben wir 2 Nächte übernachtet um Wale zu sehen. Leider sind genau in diesen zwei Tagen die Boote nicht rausgefahren weil der Pazifik zu stürmisch war. In Christchurch war dann eher wieder Großstadt angesagt und wir haben uns 2 Tage lang die Stadt angesehen und auch das Auto nach 4000 km wieder abgegeben. Das links fahren hatte ich mir schwerer vorgestellt. Man hat das eigentlich nach 1-2 Tagen verinnerlicht. Nur zweispurige Kreisverkehre sind die ersten Tage ein wenig ungewohnt. Die Stadt Christchurch ist die größte der Südinsel, erinnert durch ihren Baustil sehr an England und ist mit sehr viel Kleinkunst sehr sehenswert.
Vorgestern ist Julia dann wieder nach Deutschland geflogen (Schöne Grüße auf diesem Weg).
Mich hat‘s nochmal nach Kaikoura verschlagen. Hier werde ich die letzte Woche in der Dusky Lodge wohnen. Ein traumhaftes Backpacker mit Karmin, gemütlichen Räumen, Sauna und sogar einen beheizten Pool uns Spa draußen und trotzdem hat er den Flair eines Backpackers mit großer Küche wo jeder sein Essen kochen kann etc. Echt Wahnsinn, so einen Backpacker habe ich noch nie gesehen. Das Beste ist, dass ich hier mit 10 anderen jeden Tag von 9-11 Uhr 2 Stunden arbeite und dafür die Übernachtung und Frühstück umsonst bekomme:-)
Wenn die See nochmal ruhiger wird werd ich noch Delphine oder Wale ansehen. Das Wetter an sich ist zurzeit perfekt aber die See scheint hier draußen auf dem Meer ziemlich rau zu sein.
Nach den 2 Stunden arbeiten morgens hängen wir hier mit den anderen, die aus Israel, Irland und Amerika kommen herum und sehen uns die Gegend per Auto oder mit Fahrrädern an, die man auch umsonst vom Backpacker bekommt. Dieses Backbacker ist echt nicht normal, entweder die machen das Geld über die Masse oder die haben ausgesorgt und betreiben es aus reiner Freude…
Nächste Woche Donnerstag geht es dann für mich über Sydney und Singapur 18.000 km nach Deutschland zurück. In Sydney hab ich genau 24 Std. Aufenthalt. Nicht gerade viel aber für die Hauptattraktionen wird’s reichen.
Freue mich schon euch alle wieder zu sehen.
Melde mich nach meiner letzten Woche hier und meinen Zwischenstopp bei den Aussies, welche übrigens eine lustige Rivalität mit Neuseeland pflegen, nochmal.
Beste Grüße

1 Kommentar:
Deine Reise hört sich echt super an!!!
Wünsch dir noch ne tolle letzte Woche und nen guten Heimflug!
Liebe (diesmal extra für dich vegetarische) Grüße aus dem im Moment sehr sommerlichen Winter hier! :-)
Tabea
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