Montag, 21. Juli 2008

Neuste Bilder!!!!

Roadtrip durch Neuseeland

Ein halbes Jahr später...

Hey,

ein letzer Eintrag fürs erste.

Vorletzte Woche hab ich Julia, die mich knapp 3 Wochen besucht hatte in Christchurch beim Flughafen verabschiedet. Es gab unerwartet mit dem Gepäck Probleme. Ihre Airline war bei Übergewicht ziemlich kleinlich und wollte pro Extrakilo 115 Dollar haben. Jeder zweite wurde zurück geschickt und überall sah man saure Leute Sachen aus ihren Koffern in den Mülleimer schmeißen, sich anziehen oder mit der Post verschicken, damit die gewünschten 20 Kilo eingehalten wurden. Einer in der Schlange hatte 27 anstatt 20 Kilo und sollte über 900 Dollar für die 7 kg zahlen.

Bin dann erstmal zum Qantas Schalter und hab gefragt ob die auch so kleinlich sind da ich ja schon auf dem Hinflug an die 23 Kilo hatte und durch vor Ort gekaufte Klammotten, Mitbringsel und Uniunterlagen noch mal ein paar Kilo drauf kommen dürften. Zum Glück nimmt es Qantas nicht so genau und meinte 20 wären Maximum aber bis 25 würden sie meistens nichts sagen.

Da wir das Auto abgegeben hatten und ich somit nicht mehr mobil war, ging es für mich zurück nach Kaikoura wo ich ne knappe Woche in einem Traum von Backpacker gewohnt habe. War ziemlich ungewohnt ne Woche an einem Ort zu bleiben aber hat super viel Spass gemacht. Hab dort mit 10 anderen jeden Tag so eineinhalb Stunden gearbeitet und durfte dafür dort umsonst wohnen, Pool, Spa, Sauna und Fahrräder benutzen und hatte frei Frühstück. Echt Wahnsinn. Hab dort wieder Leute aus aller Welt kennen gelernt und mir mit Ihnen Kaikoura angesehen. Waren mal bei ner Seerobbenkolonie mal auf ner Halbinsel oder haben uns ein Weingut angesehen und eine Weinprobe gemacht. Am letzen Tag bin ich mit 2 anderen nochmal sportlich aktiv gewesen und haben nen 1800 Meter hohen Berg bestiegen. Anstrengend aber der Ausblick war nach 5 Stunden Anstieg total schön.

Letzen Donnerstag bin ich dann nach Christchurch um nach Deutschland zu fliegen.

War ziemlich gespannt ob ich mein Gepäck mitbekommen würde, da mir der Koffer ziemlich schwer vorkam und mein Handgepäck ein riesiger Rucksack war der bei weitem das Maximalmaß übertraf.

Mit dem Handgepäck hatte ich Glück aber da mein Koffer 27 Kilo wog musste ich 2 Kilo wegschmeißen, was aber nicht so schlimm war. War eher froh das ich 5 Kilo mehr mitnehmen durfte als normal erlaubt und mein riesen Rucksack als Handgepäck akzeptiert wurde;-) Außerdem hab ich sämtliche Pauamuscheln mit raus schmuggeln können, was laut Lonely Planet strikt verboten ist.

Nach 3 Stunden Flug bin ich in Sydney angekommen wo ich da der Flieger eh zum Landen runter geht nen Stop-Over für 24 Stunden eingelegt habe.

Dort angekommen bin ich zur Ticket Station um mich nach ne 24 Stunden Ticket zu erkundigen. Als Antwort bekam ich das ich mit den ungünstigen Tag im ganzen Jahr ausgesucht hätte. Was ich nicht wusste war, dass der Papst die gleiche Idee wie ich hatte und am gleichen Tag in Sydney zum Weltjugendtag gelandet ist.

Davon hatte ich in Neuseeland überhaupt nichts mitbekommen. Es waren ne halbe Millionen zusätzliche Touristen da, überall war Polizei, Menschenmassen, Hubschrauber, Busse fuhren nicht und manche Gebiete waren komplett abgesperrt.

Zum Glück konnte ich aber fast alles was ich sehen wollte auch ansehen und so bin ich nachdem ich endlich ein freies Zimmer gefunden hatte die nächsten 24 Stunden zur Harbour Bridge zur Opera, nach China Town, nach the Rock, dass Gründerzentrum Sydney’s und in den Botanic Garden. War soweit alles zugänglich außer, dass das öffentliche Verkehrsnetz bedingt durch die Menschenmassen völlig zusammengebrochen war;-)

Frechheit, dass der Papst meint genau am gleichen Tag wie ich anzureisen zu müssen;-)

Am nächsten Tag ging es dann mit einem Stop in Singapur 22 Stunden zurück nach Frankfurt.

Die Zeit ging total schnell rum. Irgendwas war immer, entweder schlief man, sah ne DVD oder es gab mal wieder Essen wovon es wirklich reichlich gab…

Angekommen in Deutschland wurde ich von meiner Family begrüsst. Cool alle nach so langer Zeit wieder zusehen. Auf der anderen Seite vermisst man auch alle aus nem halben Jahr Neuseeland.

Zurück in Deutschland zu sein, war komisch. Es war Sommer, die Autos fuhren auf der rechten Seite und alle waren hektisch und unentspannt;-)

Nen Taxifahrer der mich in Neuseeland zum Flughafen gefahren hatte und vor 13 Jahren aus Deutschland ausgewandert ist meinte noch, das er zurück in Deutschland nach 2 Minuten nen Herzinfarkt kriegen würde;-).

Hab immer noch Problem mit der Zeitumstellung aber ist auch schön wieder hier zu sein.

Hatte ne tolle Zeit da unten, leider ging die Zeit aber so schnell vorbei.

Es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich da war.

Jetzt kommt für mich das Praxissemester, welches bestimmt auch toll wird bevor es Anfang 2009 zurück nach Bremen geht.

Ich habe übrigens etliche neue Bilder ins Photoalbum zugefügt.

Hoffe der Blog war unterhaltsam für euch.

Vielen Dank für die vielen Emails, Einträge und Skypeanrufe.

Beste Grüße und bis bald

Marcus

Freitag, 11. Juli 2008

Update...

Hi,

nun ist auch meine Zeit nach dem Studium in Neuseeland so gut wie vorbei. Wir sind einmal komplett um die Südinsel gereist und haben dabei 4000 km zurück gelegt. Da Neuseeland ja in der südlichen Hemisphäre liegt, wird es je weiter man in den Süden fährt kälter und im Norden immer wärmer. Dadurch, dass wir uns von Dunedin aus zuerst den Süden angesehen haben und dann die Westküste hochgefahren sind war es also nie wirklich kalt und die Sonne ist uns irgendwie immer gefolgt.

Wir haben spektakuläre Naturschauspiele wie Fjorde, Gletscher, Nationalparks aber auch Pinguine, Seelöwen, Robben und Delphine gesehen.

Meistens waren wir jeden Tag in einem anderen Ort und Backpacker übernachtet und hatten einige schöne dabei wo es zum Beispiel Kamine, Gitarren, Hängematten, kostenloses Frühstück, Whirlpools und ähnliches gab. Teilweise lernt man echt interessante und lustige Leute aus allen Teilen der Welt kennen. Angefangen von Leuten die komplett nach Neuseeland auswandern wollen, bis Leuten die immer so viel Arbeiten das sie genug Geld zum Weiterreisen haben oder aber Kurzurlauber. Die Deutschen hat man auffälliger Weise meistens an ihrer Unfreundlichkeit oder schlechten Laune erkannt.

Relativ am Anfang ging es zum Milford Sound, einer der größten neuseeländische Attraktionen. Da der Weg dorthin durch bergige Gefilde geht, durfte man ihn nur passieren wenn man Schneeketten bei sich hatte und selbst dann muss man Glück haben, dass die Straße freigegeben ist.

Am Milford Sound sind nur eine Handvoll Backpacker uns sonst gar nichts, da es ein Naturschutzgebiet ist. Die Fjorde sind echt beeindrucken (ich hab im Photoalbum ein paar Bilder benannt).

Von der absoluten Ruhe ging es ins pulsierende Leben nach Queenstown. Dies ist das Sportparadies und Spielplatz Neuseelands wo man von Bungy Jumping, Skydiving über Jetboat bis zum Skifahren so ziemlich alles machen kann. Was wir nicht wussten war, dass dort gerade das Winterfestival stattfand und somit alle Backbacker komplett ausgebucht waren. Somit mussten wir eine Nacht im Hotel übernachten. Abends war ein großes Fest mit Feuerwerk, Musik und Essbuden in der Stadt. Queenstown erinnert irgendwie an so einen Nobelskiort in der Schweiz und ist sehr auf Touristen und Kommerz ausgelegt.

Zwischendurch haben wir natürlich auch die EM verfolgt und das Halbfinale und das Finale morgens um kurz nach 6 gesehen. Naja die Spanier haben ja lange auf nen Titel gewartet…

Von da aus ging es mit mehren Übernachtungen die Westküste rauf. In der Mitte haben wir Yamaha, einen Kumpel aus Dunedin, wieder getroffen uns sind mit ihm und Freunden von ihm 2 Tage zusammen rumgereist. Unteranderem haben wir uns zwei Gletscher und die Pancakerocks (sehen wir aufeinander geschichtete Pfannekuchen aus) sowie den Arthurs Pass angesehen. Der Arthurs Pass liegt zwischen Christchurch und Greymouth und verbindet somit Ost- und Westküste. Hier fährt auch der Tranz Alpine, einer der bekanntesten Zugstrecken der Welt her.

Von da aus ging es die nächsten Tage dann mit verschiedenen Zwischenstationen weiter in den Norden in den Abel Tasman National Park und der Golden Bay wo Captain Cook Neuseeland wieder verlassen hat. Dort haben wir neben tollen Stränden auch Robben gesehen, die in einem Fluss rumspielten und so zutraulich waren, dass man sie hätte anfassen können.

Als nächstes ging es dann in die Marlborough Sounds. Hier gab es neben schönen Fjorde jede Menge Wein zusehen, das dies das Hauptanbaugebiet für neuseeländischen Wein ist. An der Westküste angekommen ging es dann über Kaikoura nach Chrichstchurch. In Kaikoura haben wir 2 Nächte übernachtet um Wale zu sehen. Leider sind genau in diesen zwei Tagen die Boote nicht rausgefahren weil der Pazifik zu stürmisch war. In Christchurch war dann eher wieder Großstadt angesagt und wir haben uns 2 Tage lang die Stadt angesehen und auch das Auto nach 4000 km wieder abgegeben. Das links fahren hatte ich mir schwerer vorgestellt. Man hat das eigentlich nach 1-2 Tagen verinnerlicht. Nur zweispurige Kreisverkehre sind die ersten Tage ein wenig ungewohnt. Die Stadt Christchurch ist die größte der Südinsel, erinnert durch ihren Baustil sehr an England und ist mit sehr viel Kleinkunst sehr sehenswert.

Vorgestern ist Julia dann wieder nach Deutschland geflogen (Schöne Grüße auf diesem Weg).

Mich hat‘s nochmal nach Kaikoura verschlagen. Hier werde ich die letzte Woche in der Dusky Lodge wohnen. Ein traumhaftes Backpacker mit Karmin, gemütlichen Räumen, Sauna und sogar einen beheizten Pool uns Spa draußen und trotzdem hat er den Flair eines Backpackers mit großer Küche wo jeder sein Essen kochen kann etc. Echt Wahnsinn, so einen Backpacker habe ich noch nie gesehen. Das Beste ist, dass ich hier mit 10 anderen jeden Tag von 9-11 Uhr 2 Stunden arbeite und dafür die Übernachtung und Frühstück umsonst bekomme:-)

Wenn die See nochmal ruhiger wird werd ich noch Delphine oder Wale ansehen. Das Wetter an sich ist zurzeit perfekt aber die See scheint hier draußen auf dem Meer ziemlich rau zu sein.

Nach den 2 Stunden arbeiten morgens hängen wir hier mit den anderen, die aus Israel, Irland und Amerika kommen herum und sehen uns die Gegend per Auto oder mit Fahrrädern an, die man auch umsonst vom Backpacker bekommt. Dieses Backbacker ist echt nicht normal, entweder die machen das Geld über die Masse oder die haben ausgesorgt und betreiben es aus reiner Freude…

Nächste Woche Donnerstag geht es dann für mich über Sydney und Singapur 18.000 km nach Deutschland zurück. In Sydney hab ich genau 24 Std. Aufenthalt. Nicht gerade viel aber für die Hauptattraktionen wird’s reichen.

Freue mich schon euch alle wieder zu sehen.

Melde mich nach meiner letzten Woche hier und meinen Zwischenstopp bei den Aussies, welche übrigens eine lustige Rivalität mit Neuseeland pflegen, nochmal.

Beste Grüße